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Afika - in diesem Fall Namibia. Von dem einige allerdings meinen, dass es nicht das richtige Afrika sei. Ist es aber! Es ist unser Afrika. Seit Mitte der 90iger Jahre fahren meine Frau und ich zu unseren Freunden, der Familie Loborn auf deren Farm, di im Norden Namibias liegt.
Zwischen Otjiwarongo im Westen und dem Waterberg-Plateau im Osten genauer gesagt. Für namibische Verhältnisse hat die 5000 ha große, ehemalige Rinderfarm Mindestgröße.
Für uns ist sie jedes Mal wieder ein immer sprudelnder, scheinbar nie versiegender Quell an jagdlichem Erleben. Aber auch die Pirsch mit Video und Fotokamera, um das faszinierende große und kleine Getier einzufangen, hält uns häufig tagelang in ständiger Spannung. Und es gibt auch sonst unendlich viel zu entdecken, wenn man gewillt ist, Augen und Ohren auch für die scheinbar uninteressanten Dinge, die auf und neben dem Pfad sind, auf Empfang zu schalten.
Es ist mir schon zur festen Angewohnheit geworden, mich am ersten Morgen nach unser Ankunft kurz vor Sonnenaufgang mit dem Glas bewaffnet, vor die Unterkunft zu begeben, um in der klaren, kühlen Morgenluft fröstelnd auf das Erscheinen der Sonne zu warten. Die Farmgebäude liegen auf Anhöhe, und man hat den Dornenbusch mit seinen wie schmale Landebahnen wirkenden Pads unter sich und somit einen fantastischen Rundumblick wie von der“ Burg Zinnen“.
Da schreckt ein Kudu im Halbdunkel, vermutlich ist ein Leopard auf dem Nachhauseweg. Da beendet ein Schakal seinen nächtlichen Beutezug mit schaurigem Gesang, und hinter der Unterkunft begrüßen die Frankoline lärmend den kommenden Tag. Wenn dann der rote Feuerball langsam über das Waterberg-Plateau klettert und allmählich das Land mit seinem Licht überflutet, eine geradezu Märchenhafte Kulisse zaubert – still und Geheimnisvoll.
Dann, ja dann könnte ich schier platzen vor Vorfreude auf die kommenden Tage auf der Farm. Aber ich bin auch gewaltig neugierig auf unsere Touren ins Landesinnere.
Was haben wir da schon faszinierendes zu sehen bekommen. Von Nord nach Süd, von Ost nach West. Was bietet dieses Land an abwechslungsreicher, natürlicher Schönheit. An berauschenden Landschaftsbildern von der Wüste bis zum Gebirge, von der Kalahari bis in den Dornenbusch. Wie Gegensätzlich ist es zwischen Windhoek, Swakopmund und Himba oder Buschmannland. Alle Sinne werden niemals Müde, all dies einzufangen, zu inhalieren und zu speichern für die Träume daheim.
Nun denn, die Sonne hat sich vom Kamm de Waterberg – Plateaus getrennt. Eine Vielfalt an Stimmen hat sich mittlerweile dem Morgenkonzert dazu gesellt. Herrlich anzuhören. Zeit für den ersten Kaffee, Zeit, sich auf die erste Pirsch zu freuen.
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